Schwarz-Weiß Bilder (1 Bit) und Graustufenbilder (8 Bit)

Wahrscheinlich werden Sie sich fragen, warum ich den SW-Bildern eine eigene Seite widme. Diese Schwarz-Weiß-Bilder sind allerdings nicht zu verwechseln mit so genannten "Graustufenbildern"

Doch gerade SW-Bilder haben auch in der modernen Bildbearbeitung, bei der sich alles nur noch um schrille Farben oder atemberaubende Effekte zu drehen scheint, enorme Vorteile. Schauen Sie sich doch einmal in Ihrer näheren Umgebung genau um, und Sie werden erstaunt feststellen, dass es jede Menge gedruckte Medien in Schwarz-Weiß gibt. Sicherlich ist ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung, ob etwa eine Zeitungsanzeige in bunt oder SW gedruckt werden soll, eine Preisfrage. Denn jede zusätzliche Farbe verursacht einen höheren Druckaufwand und somit auch höhere Druckkosten. Oder vielleicht haben sie schon einmal eine Fotokopie von einer farbigen Vorlage gemacht und dann gemerkt, dass das Ergebnis nicht so ausfiel, wie Sie es sich eigentlich erhofft hatten. Außerdem gilt es als erwiesen, dass ein Firmenlogo nur dann einen guten Wiedererkennungswert hat, wenn es auch in SW publiziert sofort wieder erkannt wird.

Doch nun machen wir uns daran, um selber einmal etwas in SW auszuprobieren.

Als erstes erstellen Sie ein neues 1-Bit Schwarz-Weiß-Dokument im Format DIN A4 mit einer Auflösung von 300 dpi. Malen Sie nun irgendetwas auf dem Bild herum oder schreiben Sie einen Text hinein und speichern anschließend dieses im .gif-Format ab. Sie werden erstaunt feststellen, dass dieses Bild - auf dem zugegebenermaßen nicht viel zu sehen ist - trotz seiner enormen Größe von ca. 8,7 Millionen Pixel lediglich ca. 60 kb Speicherplatz auf Ihrer Festplatte belegt.

Im Allgemeinen benutzt man eher ein Vektor-Zeichenprogramm wie Corel-Draw, um komplexe Zeichnungen oder Objekte zu erstellen. Doch manchmal kommt man nicht umhin, ein Bildbearbeitungsprogramm für seine Zwecke einzusetzen. Nehmen wir an, Sie haben ein Foto von einem Objekt (z.B. Ihr Haus oder Ihre Schule etc.) gemacht und dieses auf Ihren Computer geladen. Nun wollen wir versuchen aus diesem farbigen Foto eine SW-Zeichnung zu erstellen. Eigentlich komfortabel wäre die Funktion, das Bild zu vektorisieren, doch das Ergebnis entspricht in den seltensten Fällen meinen Erwartungen. Wie bereits erwähnt habe ich mit PhotoPaint gearbeitet und möchte nun die folgenden Schritte ein wenig durchleuchten:

Dieses zum Teil langwierige Nachzeichnen erfordert einige Übung und Geduld, was aber schließlich mit einem völlig neuen Bild belohnt wird.

Langläufig werden Graustufenbilder auch als Schwarz-Weiß-Bilder bezeichnet, was aber nicht korrekt ist, da in diesen Bildern die Bildinformationen eben nicht nur aus den Farben Schwarz und Weiß, sondern auch aus maximal 254 Zwischenstufen bestehen. Insgesamt also 256 Grauwertabstufungen bei 8-Bit Farbtiefe. 16-Bit-Graustufenbilder beinhalten sogar 65536 Abstufungen. Ein Beispiel für ein 8-Bit-Graustufenbild sehen Sie hier.